SoundTRACK: das bestbesetzte Tübinger Meeting seit Jahren

Das SoundTRACK wird die größte und bestbesetzte Leichathletikveranstaltung in Tübingen seit Jahren. Vor allem, weil die LAV Stadtwerke Tübingen aus der eigenen Vergangenheit gelernt hat.

Zugegebener Maßen war es schon etwas riskant, was sich die LAV Stadtwerke Tübingen hat einfallen lassen. Wie auch sonst sollte man erklären, dass eine Leichtathletikveranstaltung direkt zu Beginn der Freiluftsaison geplant wird. Dazu noch an einem späten Sonntagnachmittag im Mai – einem Monat, der sowieso für seine Wetterkapriolen bekannt ist. Und ausgerechnet noch eine Woche vor dem Läufermeeting der krummen Strecken in Pliezhausen. Einem regionalen Meeting, das international bekannt ist. Doch Wettkampfplanung, Stadionbelegung und Trainingslager ließen keinen anderen Termin zu. Man nahm den 10. Mai in Kauf, ohne zu wissen, wie das ausgehen sollte.

Jetzt weiß man, dass es gut ausging. Bislang haben sich 124 Athleten aus 32 Vereinen für das SoundTRACK angekündigt. „Wir sind völlig überwältigt von dem Andrang“, sagte LAV Vorsitzender Eugen Höschele. Die Veranstalter gehen davon aus, dass am Sonntag beinahe 150 Sportler im SV03 Stadion antreten könnten.

Das SoundTRACK wird somit die größte Leichtathletikveranstaltung in Tübingen seit Jahren.

Die LAV Stadtwerke Tübingen hat sich so einiges dafür einfallen lassen. Statt nur einer Lauf- oder Sprungveranstaltung, wie in den vergangenen beiden Jahren, wurden nun beide Disziplinen zusammengelegt. Trotzdem bleibt das Programm mit 100 Metern, 200 Metern, 800 Metern, 3000 Metern, Hochsprung und Stabhochsprung recht überschaubar – und damit auch kompakt. Nur gute dreeinhalb Stunden soll die Veranstaltung dauern – und ein absolutes Event werden. Ein großer DJ Truck wird für die richtige Stimmung sorgen. Zwei Physios, gestellt von den Stadtwerken Tübingen, sowie das Restaurant Reefs werden sich um das Wohlbefinden der Athleten und Zuschauer kümmern.

Horn-Hochsprung-Cup wird absolutes Highlight

Selbst im Athletenfeld haben die Veranstalter einiges verändert. Für den Horn-Hochsprung-Cup wurde der komplette Landeskader verpflichtet. So werden unter anderem David Nopper (LAZ Salamander Kornwestheim-Ludwigsburg) und Joshua Engelke (SV Winnenden) ihre Saison in Tübingen beginnen. Nopper schraubte im vergangenen Jahr seine Bestleistung auf 2,21 Meter und wurde damit deutscher Vizemeister bei den Aktiven – obwohl er noch der U23 angehört. Engelke ist dagegen amtierender deutscher U18 Meister. Bei den Frauen geht 1,80 Meter Springerin Anne Klebsch (TG Ötigheim) als Favoritin an den Start. Einziger Wehrmutstropfen ist, dass LAV Athletin Marie-Laurence Jungfleisch sich nach ihrer schweren Knieverletzung im Winter noch im Trainingslager in Belek, Türkei, befindet und somit nicht in Tübingen dabei sein wird.

Dafür trumpfen ganz andere Disziplinen mit Topleuten auf. Im Stadtwerke-Stabhochsprung-Cup kommen mit Florian Gaul und Leo Lohre zwei Sindelfinger nach Tübingen, die sich schon längst weit jenseits der fünf Meter Marke zu Hause fühlen. Mit Zehnkampfmeister Rene Stauß und Nils Merten, immerhin vierter bei den deutschen Meisterschaften, werden zwei lokale Athleten ins Geschehen eingreifen.

Top-Läufer beim Otto-Peetz Bedachungslauf

Und auch auf der Bahn wird es richtig zur Sache gehen. „Die 3000 Meter werden der absolute Knaller“, ist sich Lauftrainerin Isabelle Baumann sicher. Neben der LAV Stadtwerke Tübingen schicken auch der VfL Sindelfingen, die LG farbtex Nordschwarzwald und die LG Region Karlsruhe ihre besten Leute in den Otto-Peetz-Bedachungs 3000 Meter Lauf. Die vier besten Athleten haben allesamt Bestzeiten zwischen 8:20 und 8:30 Minuten stehen. Momentan würde das für eine Top 10 Platzierung in der deutschen Bestenliste reichen.

Dafür, dass auch die 800 Meter richtig schnell werden, hat Dieter Baumann gesorgt. In der „Götter und Olympia“ Challenge schüttet der Olympiasieger für eine Zeit unter 1:54 bei den Männern und 2:10 Minuten bei den Frauen Prämiengelder aus. Mit Clemens Silabetzschky (TV Zell a.N.) und Gina Daubenfeld (SG Schorndorf 1846) gibt es zwei Athleten, denen das gelingen könnte.

Es ist also möglich, dass eine Bestzeiten und Stadionrekorde fallen am Sonntag. Das mag zwar eine gewagte These sein. Aber mit Risiken kennen sich die Tübinger inzwischen aus.

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