Meldezahlen brechen alle Rekorde

Mehr Teilnehmer als je zuvor haben sich bis Dienstagabend für das SoundTRACK angemeldet. Darunter auch mehrere U18 und U20-Weltmeisterschaftsteilnehmer, sowie ein deutscher Meister.

Es ist unglaublich, was sich am Dienstagabend noch kurz vor Meldeschluss für das SoundTRACK 2016 (präsentiert von den Stadtwerken Tübingen; Beginn am Sonntag ab 16 Uhr im SV03 Stadion in Tübingen) abgespielt hat. Ständig kamen neue Meldungen hinzu. Innerhalb von wenigen Stunden kündigten sich die besten Hochspringer aus ganz Baden-Württemberg für den Wettkampf an diesem Sonntag an, während gleichzeitig das Teilnehmerfeld über 800 Meter von 30 auf nun über 50 Teilnehmer anwuchs. Am Ende steht das größte Teilnehmerfeld, dass das SoundTRACK je zu verzeichnen hatte: 186 Meldungen von 148 Teilnehmern aus 35 Vereinen.

„Damit konnten wir wirklich nicht rechnen“, sagte Mit-Organisatorin Susanne Göhring kurz nach Meldeschluss. Und es könnten noch mehr werden: Nachmeldungen für das Soundtrack sind jetzt noch bei s.goehring@lav-tuebingen möglich. Am Wettkampftag selbst, können sich die Athleten noch bis 90 Minuten vor dem Start ihrer Disziplin nachmelden. Weitere Informationen dazu, finden Sie in der Ausschreibung.

Dabei waren zu Beginn der Planungen für das Soundtrack die Sorgen noch groß, dass rund zwei Wochen nach den deutschen Meisterschaften viele Athleten ihre Saison schon vorzeitig beenden würden, oder aber noch einmal einen Trainingsblock einbauen – und damit Anfang Juli keine Wettkämpfe bestreiten würden. Zudem ist die Konkurrenz an diesem Wochenende mit Wettkämpfen in Stuttgart und Waiblingen, sowie badischen Meisterschaften und einer U18-Gala des Deutschen Leichtathletik-Verbands im badischen Walldorf nicht unbedingt gering gewesen. Und trotzdem klingt das Teilnehmerfeld des Soundtracks vielversprechend – nicht nur den Zahlen wegen.

Ein Deutscher Meister und eine Weltmeisterschaftsteilnehmerin im Hochsprung

Alleine im Hochsprung erwarten die Zuschauer einige große Namen. So kommt zum Beispiel wieder David Nopper ins SV03 Stadion. Der Ex-Tübinger, der im vergangenen Jahr Deutscher Meister wurde und an der U23 Europameisterschaft teilnahm, hat eine Bestleistung von 2,25 Meter vorzuweisen. Nopper wird es vor allem mit Alexander Heidu aus Mannheim zu tun bekommen, der schon mal 2,12 Meter sprang.

Bei den Frauen wiederum tritt Anne Klebsch an. Die Athletin der TG Ötigheim wurde nach ihrem sechsten Platz bei der U18 Weltmeisterschaft vor drei Jahren lange Zeit von Verletzungen zurückgeworfen. In diesem Jahr meldete sich Klebsch aber mit einer neuen Bestleistung von 1,85 Metern eindrucksvoll zurück. Damit gilt sie in Tübingen ganz klar als Favoritinnen, obwohl die Konkurrenz mit Lena Bryxi (SSV Ulm 1846, PB: 1,78 Meter) und Sharonbrigh Enow Abio (LAV Stadtwerke Tübingen, PB: 1,75 Meter) alles andere als einfach ist.

Eines der schnellsten 800-Meter-Rennen in der Tübinger Geschichte

Während die Springer auf Höhenjagd gehen, wird es auf der Bahn vor allem eins: voll. Alleine die Zahlen über 800 Meter sprechen für sich: 51 Teilnehmern bei den Männern, sechs bei den Frauen. Was auch bewirkt, dass der Wettbewerb selbst eine unglaubliche Bandbreite hat: zwischen 1:50 und 2:29 Minuten sind so ziemlich alle Zeiten vertreten. Schon jetzt kann man getrost davon ausgehen, dass dies der qualitativ hochwertigste 800-Meter-Wettbewerb in der Geschichte Tübingens sein wird – und womöglich sogar einer der schnellsten. Denn mit dem Sindelfinger Alexander Korn hat sich ein Athlet mit einer Bestleistung von 1:50,97 Minuten gemeldet.

Vor allem in dieser Disziplin erwarten die Veranstalter noch ein paar Nachmeldungen. „Mal schauen, was da noch so kommt“, sagte Göhring. Es ist selten, dass es in Baden-Württemberg ein so gut besetztes 800-Meter-Rennen gibt.

Aber auch der 3000-Meter-Lauf wird dem in nichts nachstehen. Mit Michael Schramm (LAV Stadtwerke Tübingen), dem deutschen U20 Crossmeister Lukas Eisele (LG Filder) und Jacob Heink (TSG 1845 Heilbronn) gibt es gleich drei Athleten, die unter 8:30 Minuten laufen können. Die Chancen, dass das passiert, stehen gut. Denn der Tübinger Lorenz Baum hat sich schon als Tempomacher angekündigt.

Sonstige Highlights

Über 100 Meter und 200 Meter wird der Tübinger Moritz Riekert an den Start gehen. In beiden Disziplinen hat sich der 24-Jährige in diesem Jahr enorm gesteigert (10,49 Sekunden und 21,49 Sekunden). Dazu muss sich Riekert im Weitsprung einem weiteren Talent aus der Region stellen: Gianni Seger. Der Gomaringer war schon im vergangenen Jahr bei den U18 Weltmeisterschaften in Cali/Kolumbien dabei und hat die Norm für die U20-WM in diesem Jahr schon längst in der Tasche. Die Bestleistung von Seeger liegt mit 7,59 Sekunden nur drei Zentimeter von Riekerts entfernt.

Der Wettkampf in Zahlen (Stand: 29.06):

Teilnehmer: 146
Vereine: 35
800-Meter-Läufe: 6
Weiteste Anreise: LG Stadtwerke München